Kenia #1: Mitten im Slum

Kibera, 27. September 2018


Zwei Wochen ist es her, dass mein kleines Afrika-Abenteuer begann. Zwei Wochen in der Hauptstadt Kenias, in einem der grössten Slums Afrikas.

«Unnamed Road, Kibera, Nairobi», steht da, wenn man Google Maps nach unserem Zuhause fragt. Kibera liegt im Süden Nairobis und zählt an die 700'000 Einwohner. Sein Name kommt von «Kibra», was so viel wie «Dschungel» bedeutet und einen ein mittelgrosses Chaos erwarten lässt. Mitten im Getümmel wohnen Mary und ich.

Mary, die man mir als Cousine der Familie verkauft hatte, stellte sich als viel zu schlecht bezahlte Haushilfe aber vor allem als die beste Freundin und Begleiterin heraus, die ich mir hier hätte wünschen können. Wir sind praktisch gleich alt, sie ist 22, ich 23. Mary hat ein riesengrosses Mundwerk, ein unglaublich ansteckendes Lachen (das in Richtung Schreien geht), einen dreijährigen Sohn und ein unvorstellbar grosses Herz.

Der Kontakt der kenianischen Familie wurde mir von einem Freund in Belgien vermittelt, der vor zwei Jahren selbst hier gewohnt hatte. Vor meiner Ankunft hatte ich öfters mit Otto telefoniert, dem Sohn der Familie. Mittlerweile hat der sein eigenes Apartment neben seinem kleinen Shop (übrigens ein sehr interessantes Verkaufskonzept: Er lädt vom Internet mehr oder weniger legal gratis Filme herunter und verkauft die dann an seine Kunden. Daneben ist der Filmladen auch noch ein Cybercafé und eine Wäscherei.) Das Haus in Kibera, in dem Otto seinerzeit aufgewachsen ist, ist nun nur noch so etwas wie das Besucherhaus. Hier wohnt Mary mit den internationalen Gästen (ja genau, ich bin nicht die Erste!!!), falls welche da sind. Wenn nicht, bekocht sie Mama Otto in ihrem Zuhause.

Da sind wir also, wir zwei, in einem grün / lila gestrichenen Haus mit einer originellen Plastikfolie am Boden, die einen fast glauben lässt, es handle sich um schwarz /weisse Kacheln. Unser Haus wird meistens mit Elektrizität und fliessend Wasser versorgt. Meistens, weil die Strom- und Wasserversorgung eher launisch ist und an manchen Tagen einfach streikt. Dafür muss hier aber sicher keiner Angst haben, in der kompletten Stille einzuschlafen: bis tief in die Nacht hört man Musik, Gefährte, Gelächter und Geblabber, was auf seine laute Art doch irgendwie beruhigend wirkt.

Am Abend unserer Ankunft in Kibera verkündete mir Mary strahlend: «So, jetzt zeige ich dir, wie man mit einem Kübel duscht!». Auf dem Gaskocher in der Küche wärmte sie Wasser, das sie dann mit kaltem Wasser in einem grossen blauen Kübel mischte. Sie drückte mir einen kleinen Becher in die Hand und erklärte: «Mit dem nimmst du Wasser aus dem blauen Kübel und tust so, als wäre es eine Dusche.» Das geht gar nicht so schlecht! Obwohl ich glaube, meine Haare werden so schnell keine ausgiebige Wäsche mehr erleben.


Mittendrin

Zum ersten Mal wanderten Mary und ich durch die Strassen Kiberas. Es sah tatsächlich so aus, wie ich mir das in etwa vorgestellt hatte: Wellblechhütten überall, Strassenverkäufer, intensive Gerüche, die Strasse als öffentlicher Mülleimer. Wir schlenderten die von Mototaxis und Kleinbussen übersäte Strasse auf und ab, von Kleider- über Essensangeboten von links und rechts überwältigt. Mary grüsste Leute überall. Sie sah mich an, wie ich meine Tasche umklammerte und versuchte, einen entspannten Gesichtsausdruck beizubehalten. «Oh my god, you are sooo afraid!», stellte sie fest und fand es unglaublich lustig. Tatsächlich waren meine Knie butterweich. Ich muss zugeben, dass mir nach allem, was man über Kriminalitätsraten etc. in Slums so liest, nicht gerade wohlstens zumute war. «Du musst keine Angst haben», versicherte sie mir. «People here are not bad.»

Nach einem Weilchen fühlte ich mich ein kleines bisschen wohler. Die Leute starrten mich nicht an, anders als im Kongo. Hin und wieder war ein «oohh, muzungu!» zu hören, der erstaunt / erfreute Ausruf beim Anblick eines weissen Menschen. Aber keiner fragte mich nach Geld, was mich doch sehr angenehm überraschte. Eher fragten sie: «Hey muzungu, how are you?», oder wollten einen Handshake, vor allem Kinder.

Mary wollte Eier kaufen. Aber wo wir auch hinkamen, die Eierpreise schienen auf mysteriöse Art und Weise in die Höhe zu schiessen. Nach dem dritten Versuch gingen wir zu einer Frau, die einen Haufen Sandalen verkaufte. «Nur weil ich einen Muzungu bei mir habe, denken alle, ich habe Geld!», beschwerte sich Mary bei ihr und bat sie, den Einkauf für uns zu erledigen. Die Frau war sichtlich amüsiert und tat uns den Gefallen. Sie setzte mich hinter ihren Schuhteppich. Schreiend vor Lachen machte Mary Fotos von mir. «Ein Muzungu verkauft Sandalen!!!»


Ugali und Matatus

Zwei Dinge, von denen ich schnell lernte, dass sie hier zentral sind: Ugali und Matatus. Das eine ist ein Maisbrei, das andere ein Transportmittel.

Mary ist eine hervorragende Köchin! Sie findet es zum Wegschmeissen komisch, dass es so etwas wie Vegetarier auf der Welt gibt, schlägt sich aber gar nicht so schlecht mit den Rezeptideen. Cabbage mit Chapati (indischem Brotfladen), Reis mit Avocado, Spaghetti mit Tomaten und Zwiebeln, ...und eben Ugali. Den Maisbrei kannte ich schon aus dem Kongo, nur dass er dort mit Maniok- anstelle von Maismehl gemacht und Fufu anstelle von Ugali genannt wird. Schmecken tut er aber gleichwohl nach nichts, und die Konsistenz ist ebenfalls so fest und klebrig, dass man den Brei mit den Fingern essen kann, praktisch ohne dass sie dabei schmutzi g (oder noch schmutziger) werden. Er ist dazu bestimmt, das Beige m üs e «aufzugabe ln».

Ein klassisches Beigemüse ist «Sukuma wiki»: grüne Blätter, die so ziemlich überall wachsen und irgendwie an Spinat erinnern. Es ist eins der billigsten Nahrungsmittel, woher der Name Sukuma wiki kommt. In Swahili heisst das nämlich so etwas wie «push the week», und spielt darauf an, dass man es die ganze Woche lang isst.

Um die Ugali-Sukuma-wiki-Lektion kurz zusammenzufassen: das Zeug ist so füllend, dass ich mich danach jedes Mal fühle, als könnte ich eine Woche lang nicht mehr aufstehen. Marys Teufelsplan ist: “I will make your belly as big as mine!” Ohje.

Zu den Matatus: Ein Matatu ist nicht einfach ein Transportmittel. Es ist ein Minibus, eine Disco, das nach den eigenen Füssen meistbenutzte Fortbewegungsmittel. Wie weit eine Distanz ist, wird in Matatupreisen angegeben: zwischen 10 und ein paar hundert Bobs (eine andere Bezeichnung für die kenianischen Shilling). Zum Beispeil: «Ich wohne 10 Bobs weg von DC.»

Die Währung wird ca. 1:100 zum Schweizer Franken gerechnet, das heisst es handelt sich meistens um ein paar Rappen.

Bushaltestellen gibt es nicht. Man scheint einfach zu wissen, wo man sich hinstellen soll, damit man mitgenommen wird. Die Nummer auf einem windigen Papierfötzel hinter der Scheibe gibt an, in welche Richtung einen das lustige Gefährt bringt. Man sagt dem Fahrer, wo man hinwill und drängt sich irgendwo auf einen Sitz oder setzt sich eventuell auf jemanden drauf, falls der Betroffene blöd genug aussieht (ich bin zum Beispiel ein sehr beliebter Sessel). Wenn dann das Matatu schon voll im Gange ist, schwingt sich der Kontrolleur lässig durch die noch offene Türe und hält sich mit einer Hand am Dach fest. Die Scheine werden wie ein Fächer zwischen seinen Fingern gefaltet. Ich bin jedes Mal auf’s Neue beeindruckt.

Aber das wichtigste am Matatu ist zweifelsohne die Musik. Ein Matatu ist kein richtiges Matatu, wenn man aussteigt und die Ohren noch voll funktionstüchtig sind. Ob morgens oder abends, der Discosound dröhnt durch die Lautsprecher von allen Seiten und unterstützt die tanzenden Stars auf dem Bildschirm ganz vorne. Meine Freundin Rita hat mir die Logik dahinter erklärt: Wenn da ein Matatu steht, aus dem keine oder nur leise Musik zu hören ist, und dann daneben eins, das richtig abgeht, dann gehen natürlich alle zum Partygefährt. Das ist im Preis inbegriffen. Manchmal, wenn das Matatu Lautsprecher hat aber die Musik nicht läuft, ruft einer von hinten: «Hey, mach die Musik an! Dafür haben wir auch bezahlt!»


Zu meinen Projekten

Weshalb ich eigentlich hier bin, nebst Ugali und Matatus: meine zwei Projekte. Beides sind Kunstprojekte, und beide werden in Kibera ausschliesslich von Kenianern geführt. Das eine stellt eine Plattform für Künstler aller Art aus dem Slum dar, beim anderen werden Kibera’s Kinder in Kunst, Tanz, Musik, kreativem Schreiben, Akrobatik und Theater unterrichtet.

Spätestens seit der Entflammung für meine grosse Liebe, das Lindy Hop Tanzen, bin ich davon überzeugt, dass Kunst, Musik oder Tanz so viel mehr ist als einfach nur Kunst, Musik oder Tanz. Vielmehr kann man dadurch auf verschiedenste Art und Weise fürs Leben lernen, sich ausdrücken und enorm an Lebensqualität dazugewinnen.

Ausserdem finde ich es spannend, Projekte kennenzulernen, die von lokalen Leuten geführt werden. Denn sie sind es, die am besten wissen, was in ihrer Umgebung gebraucht wird.

Mit diesen Gedanken hatte ich mich im Internet auf die Suche gemacht und bin in Kibera gleich doppelt fündig geworden.


Kibera Creative Arts

Das erste Projekt nennt sich «Kibera Creative Arts», oder kurz, «Kica». Was an ihm besonders beeindruckend ist, ist dass es vor mehr als zehn Jahren von ein paar kreativen Köpfen im Slum aufgebaut und bis heute quasi ohne Ressourcen betrieben wird. «Sanaa ni kioo cha jamii», lautet das Motto, was soviel bedeutet wie «Art is the reflection of the community”.

Das Ziel ist es, die Slumcommunity durch künstlerische Aktivitäten zu stärken. Vor allem Junge sollen in ihre Talente investieren, anstatt sich durch die fehlenden Perspektiven in Kriminalität verwickeln zu lassen. Kica trägt dazu bei, an einem scheinbar perspektivenlosen Ort eine Atmosphäre von Solidarität, Frieden und Hoffnung zu schaffen.

Vier Hauptpfeiler ziehen sich durch das Projekt: Einer ist das Mentorshipprogramm, das sich «Mission I’m Possible» nennt. Jeden Samstag trifft man sich, um über wichtige Themen wie Drogen, Sexualität, Verantwortung und anderes zu reden und der Jugend Mut zu machen. Oft sind Gastsprecher eingeladen, zum Beispiel erfolgreiche Künstler oder andere Mentoren, die ihre Erfahrungen teilen.

Ein wichtiger Teil von Kica ist das Musikstudio. Über die Jahre und dank Spenden verschiedenster Art (z.B. in Form eines Keyboards, einer Gitarre, eines Mikrofons,...) wurde 2017 ein ziemlich professionelles Studio eröffnet, in dem Künstler der ganzen Umgebung ihre Musik aufnehmen. Durch das kleine Einkommen, das daraus generiert wird, können die Miete für die Lokale sowie die Ernährung des Teams sichergestellt werden.

Weil Arbeitslosigkeit im Slum eine ziemliche Herausforderung ist, ist das Arts & Crafts Programm dazu da, auf kreative Art und Weise etwas Kleines zu verdienen und seinen Bauch zu füllen.

Zu guter Letzt, der wohl aktivste Teil von Kica ist «Performing Arts». Jeder, der glaubt, ein Talent zu haben, darf an den Trainings teilnehmen, die jeden einzelnen Tag stattfinden. Es gibt eine Band, verschiedene Tanzgruppen, Schauspieler, Akrobaten... In den Räumen Kicas coachen sie sich gegenseitig, tüfteln Stücke aus oder schreiben Songs. Mehrmals pro Jahr werden Events organisiert, bei denen die jungen Talente vorgeführt werden.


Der erste Tag bei Kica

Phlex und Simon, zwei der Gründer Kicas, haben mich quasi bei mir zuhause abgeholt, um mich zum ersten Mal zu ihrem Studio zu begleiten. Es liegt in Mashimoni (ein Viertel Kiberas), was so viel heisst wie «viele Löcher». Die Bezeichnung ist ziemlich treffend. Ich muss zugeben, der Ort schockte mich nicht schlecht. Ich dachte, ich wohne im Slum. Aber Mashimoni, das ist erst richtiger Slum! Soviel Müll habe ich in meinem ganzen Leben überhaupt noch nicht gesehen. Trotz dem betäubenden Geruch atme ich immer schön brav durch die Nase, in der Hoffnung, dass meine Nasenhaare ihr Bestes tun, um ein bisschen von dem Dreck abzufiltern. (Beim Schnäuzen am Abend bin ich immer wieder aufs Neue beeindruckt, was da so alles zusamme nko m mt.)

Wie dem auch sei. Der Empfang bei Kica war wunderbar! Zuerst erwartete mich das ganze Organisationskomitte in ihrem Office, wo sie mich herzlich willkommen hiessen. «Karibu Elena, feel welcome!» Sie erklärten mir lang und breit, was sie alles tun und wie wir am besten zusammenarbeiten könnten. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir zusammen an der Website arbeiten, und dass ich jeden einzelnen der Künstler interviewe, um dann Profile zu erstellen, die auf eine Plattform geladen werden können. Auf diese Art und Weise wird ihre Chance ein kleines Bisschen erhöht, dass sie sich bekannt machen können, und ich bekomme ausserdem einen extrem spannenden Einblick in die Geschichten dieser Überlebenskünstler.

Dann wurde mir ein erster Teil der Künstlertruppe vorgestellt. In einem Raum, der von Kica gemietet wird, übten sie gerade einen Song ein. Phlex stellte mich vor und bat dann alle, das Gleiche zu tun. So nannte mir jeder seinen Namen und Künstlernamen, mit Erklärung. «They call me Melanin», sagte einer, der besonders schwarz leuchtete. «1 Billion Dollar Color», erklärte er und zeigte stolz auf sein Gesicht.

Jeder einzelne von ihnen machte eine kleine Darbietung für mich. Der Junge rechts von mir fing an, eine Melodie auf seiner Gitarre zu spielen und dazu zu singen wie ein Engel. Ich musste meine hyperaktive n Emotione n bändigen, um nicht in Tränen auszubreche n. Dann kame n weitere Sänger, Tänzer und Schauspieler, jeder genial auf seine Art.

Schliesslich stellten wir uns in einen Kreis. Nun kam das, was ich aus Olgas Tanzstunde kannte, und das wir die «Folterübung» nannten: Jemand fängt an und gibt eine Melodie vor. Dann bekommt dem Uhrzeigersinn nach jeder 2 x 8 Counts, um irgendetwas zum Besten zu geben. Ich hatte mir gedacht, Kibera sei weit genug, um dieser Übung zu entkommen, aber nichts da! Als ich an der Reihe war, schmetterte ich irgendeine Krüppelmelodie auf Schweizerdeutsch und schämte mich in Grund und Boden.

Als kleines Mitbringsel hatte ich ein paar Tafeln Schoggi und Pralinés dabei, die ich Phlex gab. Ich hatte dabei an das engere Team von 3,4 Leuten gedacht. Aber so läuft das nicht bei Kica. «We are a family, we share! », hiess es. Und so wurden die wenigen Täfelis mit den 15-20 Künstlern geteilt. Als hätte ich das Jesuskind persönlich vorbeigebracht, wurde eine Ansprache gehalten. Einer las vor, was auf meiner Luzerner Touristenkarte aus dem Casagrande stand: «From Switzerland right to Kibera. Thank you for having me here. Elena.» Die Künstler klatschten. Die Musikboxen wurden angeschaltet und einer rief: «Let the party begin!», und teilte die wenige Schweizer Schoggi mit all den Kumpels. Wieder einmal schämte ich mich grauenhaft. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich viel mehr mitgebracht.


One Fine Day

Projekt Nummer 2 nennt sich «One Fine Day». Als ein englisches Paar vor ein paar Jahren ihren 21jährigen Sohn bei einem Autounfall verloren hatten, sagten sie sich, dass das, was seinem Leben wirklich Farbe gegeben hatte, Kunst und Musik gewesen war. So entschieden sie sich dafür, auch Kindern aus dem Slum eine künstlerische Ausbildung zu ermöglichen und gründeten, zusammen mit ein paar Kenianern, einen ersten Kunstclub in Kibera: Anno’s Africa, nach ihrem Sohn benannt. Später traf das Paar auf Marie und Tom Twyker (den Filmregis se ur von «Das Parfüm», «Lola rennt», und anderen grossen Filmen). Sie erweiterten das Projekt und nannten es One Fine Day.

In verschiedenen Schulen werden nun täglich Kinder unterrichtet, in Kunst, Akrobatik, Afrikanischem Tanz, Ballett, Creative Writing und Theater. Die Verantwortliche vor Ort und alle Lehrer sind Kenianer und machen ihren Job unglaublich gut! Es ist beeindruckend, wie schnell die Kinder lernen und wie viel Spass sie dabei zu haben scheinen.

Was mein Job hier sein wird: Fotografieren und die Creative Writing Kurse leiten, zusammen mit Teacher Kades.

Zwei Wochen, die nicht auf ein paar Seiten passen

Der Titel dieses Schreibens «Zwei Wochen in Nairobi» ist eine Lüge! Wir sind auf Seite 6 und meine Berichterstattung geht noch über keine paar Tage hinaus. Aus Mitleid mit den armen Lesern lasse ich es hier gut sein und schicke bald neue Nachrichten.

Um ein kurzes Zwei-Wochen-Fazit abzugeben und die Oma zu beruhigen: Mir geht es gut hier! Natürlich sind die Umstände im Slum nicht nur rosig, und jeder Tag bringt die eine oder andere Herausforderung mit sich. Die Geschichten, die man von Orten wie diesen hört können erschreckend wirken, aber es ist absolut falsch zu glauben, im Slum wohnen nur schlechte oder kriminelle Menschen. In der kurzen Zeit, in der ich nun hier bin, haben mich schon so viele Leute zum Staunen gebracht. Ein bisschen mehr dazu im nächsten Bericht.

Bis dahin hoffe ich, jeder Schweizer geniesst heute Abend seine warme Dusche und sein knuspriges Paillasse-Brot besonders!

Bis bald!